Helmut Gärtner verstorben

Leider erreicht uns die Nachricht, dass am vergangenen Sonntagabend unser langjähriges Mitglied und ein Mann der ersten Stunde des KVfL Modellflug verstorben ist: Helmut Gärtner

 

Wir trauern mit seiner Familie und hoffen in den schweren Stunden auf die nötige Kraft, um den Verlust zu bewältigen.

Ich persönlich, durfte Helmut vor 25 Jahren als er noch aktiver Modellflieger war, auf unserem Modellflugplatz kennenlernen. Seine nette und ruhige Art, sowie sein freundlicher, familiärer Umgang mit den Mitgliedern werden mir immer in Erinnerung bleiben.

Andreas Witt

Spartenleiter Modellflug

Die Ferienflieger

Nun sind wohl bald wirklich alle abgeschwirrt, mit dem Kart nach Sinn, mit dem Fahrrad nach Falken-Gesäß oder zu Fuß von Twisp nach Tecate. Es ist ruhig geworden am Segelflugstart in der Ferienzeit.

Aber ein paar starten ihre Ferien immer noch direkt in Schönstadt und verbringen den Urlaub täglich nur 1000 m von der Heimat entfernt –in die Richtung wo man am schnellsten Ruhe vom Alltagsstress hat: Nach oben!

Diese Ferienflieger bedürfen überwiegend noch ein bisschen des Händchenhaltens. Es sind unsere neuen Flugschüler, die nicht nur das eintauchen in die dritte Dimension lernen müssen, sondern auch das viele Klein-Klein drumherum. Ein Flugzeug steuern ist einfach; Aber ein Flugzeug fliegen, vom Start bis zur Landung, mit Startaufbau, Fallschirm anlegen, anschnallen, Checkliste durchgehen, Funken, Wind checken, Rollen und abheben und dann aber tief bleiben – das ist schon schwerer.


Kaum in der Luft will einen die Thermik sofort aus der Flugbahn werfen, der Schlepper zieht einen in unerwartete Richtungen und dann muss man beim Ausklinken auch noch das Seil verfehlen. Was soll das mit dem Trimmen, ich kann den Knüppel doch festhalten? Und dieser irritierend flatternde Faden über dem Kopf, wofür? Wo ist überhaupt der Flugplatz abgeblieben, der war doch grad noch hinter uns? In der Kurve rauschts gewaltig und die Kühe werden größer – also Ziehen! Ziehen! Der Fahrtmesser quittiert das mit beleidigtem Gezappel um die 65 kmh-Marke. Naaaachdrückenn….Hups, ach, so fühlt sich schwerelos an. Schön, wollt ich aber grade gar nicht wissen. Also noch eine Kurve und dann Gegenanflug, aber nun verschwindet der Flugplatz ausser Sicht hinterm Flügel. Wo muss ich denn nun hin? Rechts abbiegen und da isser wieder. Aber direkt unter mir – wie komm ich denn da nun runter? Mit drücken wird’s wieder laut und die Ruder gehen schwer. Also Bremsklappen – peng, springen sie mir in die Hand und es geht dramatisch auf die Bäume zu. Besser flacher. Ohh, ach, der Boden ist noch gar nicht da? Oder doch, nun kommt er mir sehr entgegen; gut hörbar haben wir soeben die dritte Dimension verlassen. Puhh geschafft. Aber was ist das? Wir rollen in einer blöden Kurve Richtung Landereiter und das Vorderrad poltert über Bodenwellen. Ach stimmt – der Flug ist noch gar nicht zu ende; wir sitzen in einem 17 Meter breiten Zweirad ohne Lenker und fahren noch 60 km/h….
(so sahen meine Schulflüge aus.)

Davor und danach muss man schreiben, Fahren, schieben, heben, tragen und immer wieder gucken, gucken, gucken. Man darf nichts übersehen, auch wenn mal eben nur ein Getränk holen will. Wenns zu Ende ist, dann ist´s noch lange nicht vorbei. Das Landekreuz einsammeln, die Flugzeuge putzen (aber nur die blauen Eimer!), Fallschirme verpacken, Batterie ausbauen und anstecken, Funkgerät auf den Tisch, Caddy an die Steckdose, Kiste in den Schrank, Liste abschreiben, Knicken, Lochen, Heften. Flugbuch, Ausbildungsnachweis, Bordbuch und Tüchlein hier, Stöpselchen da.


Erstaunlicherweise lernen das Alles - und zwar fast sofort - auch die 13 – 17 jährigen die mit dem Kinderferienpass zwei Tage für zwei Flüge bei uns zu Besuch sind. Die sieben Jungs und drei Mädchen verstehen auch die kurze Theorieeinweisung und warum die kleineren soviel Blei in den Sitz laden müssen. Das ein Flugzeug auch ohne Hand am Steuer stabil fliegt glauben sie aber erst, nachdem ich es bewiesen habe. Vor dem Abheben überwiegt die Skepsis und die satte Sommerthermik schüttelt die kleinen Abenteurer durch. Trotzdem, Niemandem wird schwummerig und die Tüten bleiben in der Tasche. Schon beim zweiten Flug schaffen fast alle eine Kurve und einen Halbkreis zu fliegen. Und sie staunen, welche Weite, Größe und Schönheit dieser Blick auf die Welt vermittelt. Wie wattig zerzaust die Wolken zu uns kommen und wie klein die Häuschen, Menschchen, Autochen und Problemchen da unten ganz schnell werden können.

Problemchen, die auch deshalb klein sind, weil hinter den himmlischen Erfahrungen viele Leute ganz irdische Probleme lösen: Ute und Ulla mit ihrem perfekten Gastro-service, der gehandicapte Puria, der sich liebevoll und preußisch-präzise um das Groundhandling und die Sicherheit kümmert. David & David mit professioneller Übersicht am Startfunk, Matthias der im Hintergrund immer genau am richtigen Faden gezogen hat und natürlich die Schleppis, der unermüdliche Paul, Reinhard und Tobi mit blitzsauberen Starts und Landungen trotz Turbulenz.


Ja eigentlich auch der ganze Verein mit seinem schönen Flugplatz, geduldigen und coolen BfLs (Werner, …) und die oft kaum sichtbare Leistung der Chefetage (Justin, Edith stellvertretend). Unsere Fliegerfreizeit haben aber vor allem Jannis & Jannis (Paco) und die Nachwuchs-Professionals Till & Joshua geprägt, die auch bei kaltem Seitenwind in die Ferien über der Heimat gestartet sind und sich jetzt nochmal 2500 m hoch in den Himmel träumen (mit den Eltern am Strand liegend?). Einer denkt vielleicht auch nach, warum man mit 200 kmh so schnell ist – auf einem Feld bei Bracht.


Und ein kleines bisschen danke ich mir selbst, das ich damals mit 16 so beharrlich mit dem Fahrrad die 18 km zum Flugplatz geradelt bin und deshalb heute Anderen das Fliegen zeigen kann. Ich hatte schöne Tage in diesen Tagen. Wenn ich einmal auf dem Sterbebett liege, werde ich mir bestimmt nicht vorwerfen: „Ach hätt ich doch mehr Zeit im Büro verbracht“

Wasser? Nur zum Waschen

Ich bin ja nun doch schon näher an der Rente als am Abitur. So denke ich immer öfter über die Worte meines Vaters nach: „Rentner sind die ungeduldigsten Leute!“

Und das stimmt auch. Wenn man im Supermarkt an der Kasse den Einkaufswagen in die Hacken gefahren kriegt, wenn jemand krakeelt: „zweite Kasssäää!“ – dann sind das eigentlich immer Rentner. Diese Ungeduld schleicht sich auch in mein Leben immer mehr ein. Und darum flieg ich lieber kurz und schnell, als lang, weit, groß und spektakulär. Das Problem mit der Ungeduld: Sie kostet viel Zeit!

Schnell rüber, Anhänger raus und Discus zusammenstecken – das war der Plan. Der Anhänger stand aber im Feldlazarett, vorne hochgebockt, Kurbel fehlt, halb in der Halle, halb draußen. Na, dann schmeiß ich mich halt auf die Hinterkante, das Ding wird vorne rumgehoben, aufgeklappt und die Schiene rausgezogen. An der Schiene fehlt aber der Hebel zum hochbocken, 2 cm massiver Gussstahl sind zerbröselt. Eigentlich habe ich jetzt schon keinen Bock mehr… Trotzdem, muss irgendwie. Hydraulik von Hand hochgezogen, Ventil wieder zu. Kurz den abgerissenen Trethebel inspiziert und da flutscht auch schon der Hydraulikpümpel aus der Führung und ergießt das ölige Innere über den Asphalt. Schwamm drüber…

10 Minuten später steht der Discus flugbereit da. Die defekte Hydraulik wird kurzerhand abgeschraubt (8 Stopp-Muttern - an einem Teil, das niemals fliegen wird!!!), dabei versagen drei Kästen Aldi-Werkzeug und beim Aufräumen kippt mir noch der Privat-Koffer vom Kollegen aufs Vorfeld. Sehnsüchtig geht mein Blick zum Himmel, zu den schweren, großen Wolken, die von der gleißenden Mai-Sonne angeheizt hochquellen, während ich verschlissene Schrauben und klebrige Tuben zurück sortiere.

Segelfliegen ist ein so elegantes, ästhetisches Hobby – warum hab ich grad ölige schwarze Finger?

Tausend Meter über der elenden Hydraulik, über dem Formular wo ich sorgfältig den Lackschaden am Querruder eingetragen habe, über der dräuenden Schwüle am Boden, lehne ich mich erleichtert zurück und lass mich von den unfassbaren Naturkräften hochtragen. 2,6...2,7...2,9.... das Vario zwitschert leise sein fröhliches Lied, es wird ein bisschen kühler und ich denke und fühle mit dem Wolkengebirge, daß da über mir wächst und wächst. Nordwestlich hinter dem Rothaargebirge hat es sich schon zu einer blaugrauen Wand aus Wasser gestaut, nach Osten sehe ich nur flache Fetzen. „Na dann“ denke ich, „dann halt das leckerste zwischen roh und angebrannt“ und senke die Flugzeugnase nach Norden, genau am Rand der großen Gewitterzelle entlang.

Zum perfekten Komfort fehlt mir noch ein Kopfkissen. Ich krame nach dem aufgewickelten Haubenbezug der sich aber widerspenstig hinter der Rückenlehne verhakelt hat. Mit beiden Händen krieg ich ihn schließlich rausgezerrt. Das torkelige Geschlenker in meiner Flugbahn kostet 100 m Höhe. Nun brauche ich noch die Karte um die neue Frequenz von Allendorf und Korbach nachzuschauen. Wie immer ziehe ich aber erst das verkehrte Blatt raus, dann faltet sich die Karte falsch auf, es verknittert Alles und ich seh nur Münsterland oder Hannover. Bevor ich das sortiert kriege, schüttelt der Discus sich ein wenig und die sonnensatte Landschaft schickt mir den nächsten Schwall Warmluft, der die fast 400 kg von Pilot und Flugzeug greift und wie ein Laubblatt nach oben wirbelt.

Eigentlich sehr uneffizient, Segelflug: Dieser Aufwind könnte auch 10 Flugzeuge tragen, oder 20 oder 30, ohne zu schwächeln. Aber ich bin ganz alleine in diesem Kraftstrom aus Luft.

An der Basis verlier ich ein bisschen die Aussicht auf die nächsten Wolken. Da ich aber eh nicht so genau weiß, wo ich hin will, ist das ein bisschen egal. Nur schnell will ich sein. Endlich mal drei-stellig. Hab ich in 35 Jahren Segelfliegen noch nie geschafft, die magische 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.
Die nächsten drei Wolken reizen aber nur meine Ungeduld. Zerrissene 1.5 m/s sind mir zu lahm - um 16 uhr wartet der nächste Pilot auf das Flugzeug und meine Tochter am Sandkasten.
Also dreh ich nach nur 60 km um, und ein paar Minuten westlich reichen drei Kreise für Endanflughöhe. Ohne Sicherheit – aber ich hab keine Geduld!
Der kleine Discus gleitet heute wunderbar – wahrscheinlich weil ich so sorgfältig abgeklebt habe. Am Wasser kanns nicht liegen – ich hab nix in den Tanks; Flächenbelastung wird total überbewertet. Nach kaum 25 Minuten Gleitflug kann ich die Strecke schließen. Macht 111,18 km/h. I c h h a b s g e s c h a f f t !
Klar, 120 km is eine lächerliche Strecke. Aber, hab ich das schon gesagt? Ich bin UNGEDULDIG! Oder um es mit Michael Schumacher zu sagen: „Im Prinzip geht’s darum als erster Feierabend zu machen“.

Einer in Hessen flog dann noch schneller an diesem Tag. Aber der hatte ein viel größeres Flugzeug. Und keinen kaputten Anhänger. Und keine Tochter. Und Wasser. Glaub ich…

Der Flug beim OLC: https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7180745

Rauchzeichen aus dem Burgwald

Ein ganz normaler Schulflug mit dem Motorsegler, Marius und ich wollen Langsamflug und Durchstartmanöver üben. Dazu fliegen wir direkt nach dem Abheben erstmal nach Norden über den Burgwald um dann über dem weiten Lahntal einen sicheren Übungsraum zu haben. Westlich von Mellnau steigt eine kleine Rauchsäule auf und ich weise Marius drauf hin. Der antwortet:
„Da vorne im Wald hats auch gequalmt“
Ich frage zurück: „Du meinst das Feuer da?“
Er: „Nein, da rechts hinter uns“
„Ich hab nix gesehen. Flieg mal eine Kurve. Wenn das im Wald ist, sollten wir das vielleicht melden“
Marius dreht einen drei-Viertelkreis und dann seh ich es auch. Zwischen hohen Kiefern-Stämmen wabern Qualmwolken und ziehen eine hauchfeine Spur über den Wald.

Wir gehen etwas tiefer, um vielleicht die Quelle zu sehen, aber da ist nichts, kein Weg, keine Lichtung und keine Menschen, die das vielleicht unter Kontrolle hätten.
Ich rufe den Turm in Marburg, um die Information weiterzuleiten. Paul zögert nicht und benachrichtigt die Feuerwehr, die wohl über ein Feuer nahe Mellnau schon informiert ist. Paul bittet mich daher direkt die Notrufnummer 112 anzurufen, was aus dieser niedrigen Flughöhe auch klappt.
„Hallo, hier Motorsegler D-OI aus Marburg-Schönstadt, etwa 1 km östlich von Mellnau, Rauchentwicklung im Burgwald, offenbar ein kleines Feuer mitten im Wald“
(schon seltsam, sich am Telefon mit Flugzeugkennzeichen zu melden…)
„Ist das zwischen Mellnau und Oberrosphe?“
„Nein, das ist mitten im Wald, das andere Feuer sehen wir auch“
„Sehen Sie ob dort Personen sind?“
„Nein keine Personen. Es qualmt schon seit mindestens 10 Minuten, es ist auch kein Weg in der Nähe. Das Feuer ist sehr klein, aber scheint zu wachsen“
„Wir schicken einen Einsatz los. Können Sie dort bleiben?“
„Positiv. Wir kreisen über der Stelle“
Wir bleiben für fast 10 Minuten in etwa 400 m Höhe über der Brandstelle und die Qualmerei nimmt noch zu. Dann sehe ich, wie südlich von Mellnau ein Lkw der Feuerwehr auf den Feldweg Richtung Wald einbiegt und wir beschließen zurück zum Flugplatz zu fliegen; Doch noch während des Anflugs ruft Paul vom Turm, und bittet uns nochmals die Stelle anzufliegen, die Feuerwehr hat Schwierigkeiten, den Brand zu lokalisieren. Also starten wir durch und fliegen den Punkt wieder an. Jetzt, 20 Minuten später ist die Rauchsäule schon deutlicher sichtbar, aber das Feuerwehrfahrzeug hat, wie ich von oben sehen kann, offenbar den falschen Weg erwischt. Wir rufen wieder Paul im Turm und ich versuche auf meinem Telefon-Navi den richtigen Anfahrtsweg zu finden und durchzugeben. Der Telefon-Rückruf bei der Feuerwehr klappt jetzt nicht mehr.
Paul ruft wieder vom Turm:
„Könnt ihr GPS-Koordinaten durchgeben? Die Feuerwehr findet die Stelle nicht“
Unser Bord-GPS im Motorsegler fehlt schon seit langem, aber Marius weiß zum Glück, wie man die Koordinaten aus meinem Telefon abruft.
Ich übernehme das Steuer und er funkt die Koordinaten sorgfältig an Paul, der sie an die Feuerwehr weiterleiten kann. Als dann endlich ein großer roter Lkw auf den richtigen Feldweg einbiegt, steigen wir erleichtert weg und steuern zurück nach Marburg. Am nächsten Tag erfahren wir aus der Presse:

http://m.op-marburg.de/Landkreis/Nordkreis/Feuer-in-Mellnau-Wetters-Wehren-stoppen-Waldbrand

Auf einer Skala von 1 bis Ka8

Der Jüngste mit der Ältesten. Unser junger Flugschüler Puria, grade 15 Jahre alt, macht es mit dem ältesten Segelflugzeug, unsere Ka8 Baujahr 1967: Er lernt nun das wirkliche Fliegen, nicht nur das Nachahmen des Fluglehrers in einer bekannten Maschine.

Der erste Flug im Einsitzer. Mit Fluglehrer, Fluglehrertochter und Fluglehrertochterteddybär als Starthelfer. (Foto: J. Lain)

Der erste Umstieg auf ein anderes Flugzeug ist in der Karriere eines Piloten fast so wichtig, wie der erste Flug alleine. Denn nun geht’s darum, nicht einfach gewohnte Bewegungsmuster abzuspulen, sondern zu fühlen, sich anzupassen, zu reagieren auf die Antworten des Fliegers. Die Ka8 ist sehr ähnlich zu unserem Schulflugzeug ASK 13 – aber trotzdem auch deutlich anders. Alles geht leicht und fein, sie reagiert schon auf nur gedachte Steuerbewegungen, sie kann viel langsamer fliegen, viel enger kurven, und – es fehlt der hintere Sitz. Keine Gefahr, daß da nochmal der Fluglehrer einsteigt und über hingeschmierte Kurven und zappelnde Fahrt rummäkelt. Ja, man fühlt sich nun wirklich als alleiniger Herrscher über die Maschine und nutzt das auch weidlich aus. Ein bisschen höher und abseits der gestrengen Aufsicht werden dann Steilkurven gezogen, runter gedrückt und in der Parabel mit Schwerelosigkeit experimentiert. Unser braver Puria macht das alles aber (noch) nicht sondern fliegt eine präzise saubere Platzrunde und kommt mutig flach zur Landung. Dank gefülvoller Bedienung der Bremsklappen passt trotzdem alles. Nur die unerwünschte (aber fast obligatorische) Landung auf dem Hauptrad allein – die passiert auch ihm. Man kann sich eben am Anfang nur schwer dran gewöhnen, das dieses Flugzeug erst bei gefühlter Schrittgeschwindigkeit aufhört zu fliegen. Um sicher zu sein, daß das kein Zufallserfolg war, steigt er noch zweimal auf und erwischt dann beim dritten Flug sogar noch ein bisschen Herbst-Thermik. Und nun gelingt auch die Landung perfekt. Der Pilot strahlt in sich hinein wie die goldene Herbstsonne und träumt vom großen weiten Himmel. Er und sein kleiner Flieger – ganz allein da oben.

Der große Moment!

Und wieder hat es einer unserer Piloten zur Soloflugreife geschafft.

An einem schönen Sommerabend am vergangenen Wochenende war es soweit. Fast Windstille, kein weiterer Verkehr in der Luft - also ideale Bedingungen für die ersten Soloflüge.

Unser Vereinsmitglied Peter Rektorschek meisterte die 3 Soloflüge souverän und mit sehr schönen Landungen auf unserer Aquila.

Als er stolz ausstieg, kam eine Gruppe aus Segelfliegern und Motorfliegern auf den frisch gebackenen Solisten zu. Nach einer kleinen Ansprache durch seinen Fluglehrer gab es das obglitarische "Popo-Klatschen" zur Verbesserung des fliegerischen Grundgefühls.