Mit der D-ECMV ums Matterhorn

Zu einer besonders schönen und eindrucksvollen Flugreise durch die Schweiz verhalf uns ein ideales Flugwetter vom 20. Bis 22. Mai 2016.

Nachdem wir eine Woche zuvor wegen schlechtem Wetter verschieben mussten steuerten wir nun via Hochschwarzwald den Flugplatz Birrfeld nordwestlich von Zürich zu einer Zwischenlandung an. Schweizer Plätze haben meist ihre eigenen, individuellen Anflugverfahren, die auch oft ohne Flugleiter durchgeführt werden und so funktionierte es auch in Birrfeld bei lebhaftem Verkehr am Platz .

Nach einer Kaffepause flogen wir Südkurs über die zahlreichen Seen um Zürich und Luzern mit Ziel Locarno. Den Gotthardpass auf unserem Weg konnten wir mit einer Passhöhe von 6.909ft und bei guter Sicht problemlos überfliegen. Den ersten Abend und die Nacht verbrachten wir in einem Hotel im Zentrum von Locarno.

Bei wolkenlosem Himmel und einer überdurchschnittlichen Fernsicht starteten wir tags darauf im Tiefflug über den morgendlichen Lago Maggiore und steuerten über Brig das Matterhorn an.
FL 132 (sehr viel mehr wäre vollbetankt mit 3 Personen nicht mehr drin gewesen) war ausreichend für eine Runde um das Matterhorn inklusiv dem höchsten Punkt der Runde, dem Südwestgrat mit 12.188ft. Es bot sich uns ein grandioser Blick auf die Gletscher, Zermatt und sogar den Mont Blanc. Daß wir mehrfach über italienischem Gebiet unterwegs waren war dank Flugplan kein Problem.

Weiter ging es durch das Rhonetal am großen Aletschgletscher vorbei über den Grimselpass zu Eiger, Mönch und Jungfrau. Die berühmte Eigernordwand brachte die Speicherkarte im Fotoapparat einmal mehr an Ihre Kapazitätsgrenze.
Die zweite Nacht verbrachten wir am Thuner See in Thun. Der Flugplatz Thun liegt am Nordende des Sees mit sehr schönem Blick auf die Berge.

Die Heimreise folgte einer ähnlichen Route wie der Hinweg mit dem Unterschied, daß wir freundlicherweise eine Genehmigung zum Durchflug des kontrollierten Luftraums in Frankfurt erhielten. Und so war unser letztes Highlight, daß wir in FL 80 mitten über den Platz in Frankfurt flogen, bevor wir voller unvergesslicher Eindrücke nach EDFN zurückkehrten.

Besonders zu erwähnen sei, daß wir auf allen Plätzen freundlich empfangen wurden. Man war jederzeit hilfsbereit zu uns in allen Fragen der Flugabwicklung und Flugvorbereitung, sodaß wir einen Besuch jederzeit weiterempfehlen können. Sowohl Locarno als auch Thun sind schön gelegene Plätze mit nicht zu großem Betrieb, die gut anzufliegen sind.

 

Eine Bild-Präsentation unserer Reise zum Tag der offenen Tür ist in Planung.

Thomas und Karin Hummler
Willi Bräutigam

Auf geht es in eine neue Flugsaison !

Jetzt geht sie also bald los, die neue Flugsaison. Und vor dem traditionellen "Anfliegen", also dem Briefing vor dem Saisonstart, liegt die Jahreshauptversammlung.

So trafen sich unsere aktiven und passiven Mitglieder zahlreich am 18.03.2016, um die Flugsaison 2015 rückwirkend zu betrachten und das "Programm 2016" vorgestellt zu bekommen.

In den Vorträgen der Spartenverantwortlichen wurde deutlich: 2015 war ein sehr gutes Jahr für den KVfL. Es wurde sehr viel geflogen, es gab sehr viele Aktivitäten für die Mitglieder, aber auch für Zuschauer und Gäste. Die Vereinsjugend hat sich etabliert, und die passiven "Veteranen" werden aktiv eingebunden. Neue Piloten reifen heran weil die Fluglehrer eifrig waren, und die Piloten mit Lizenz haben fleißig Erfahrungen über den Wolken gesammelt.

Alle Sparten sind präsent, ideenreich und haben einen gut gefüllten Kalender. Es wird also wieder ein spannendes Jahr für den KVfL. Dass der Verein – vom Modellflug über den Ballonflug bis hin zum Segel-, Ultraleicht- und Motorflug – fast alles zu bieten hat, was fliegt und sich in der Luft bewegt, ist etwas Besonderes und macht den Verein aus. Dass wir immer wieder neue Mitglieder bekommen ist ein Zeichen, dass der Verein im wahrsten Sinne des Wortes einladend ist. Und dass wir neue Mitglieder aller Altersstufen ansprechen ist der Beweis für die Richtigkeit des Ausspruchs „Es ist eigentlich egal wann man mit dem Fliegen anfängt, Hauptsache ist man tut es“.

Der Verein hat einen gesunden Haushalt und dieser wird solide geführt – und  ermöglicht uns die Anschaffung von modernem Fluggerät zusätzlich zu den bekannten und eingeführten Flugzeugen.

Dass die Luftfahrt in Marburg einen guten Ruf hat, ist wichtig und essentiell für den Verein. Denn ein Luftfahrtverein kann schnell seine Akzeptanz verlieren und damit seine Verankerung in der Bevölkerung. So bleibt die Vermeidung von unnötigem Fluglärm ein Grundsatz für uns als Flieger.

Ich danke allen Helfern für die vielen, vielen Stunden Einsatz in der abgelaufenen Saison und zähle wieder auf Euch, denn ohne Euer Engagement geht es nicht.

Auf eine schöne und sichere Flugsaison 2016,
allzeit "Happy Landing"!

Albrecht Teich
1. Vorsitzender

Skifreizeit des KVfL in Tirol oder: Skifliegen 2016

Bereits zum achten Mal machte sich eine bunt gemischte Gruppe unseres Vereins am 5. März für eine Woche auf in den Schnee Tirols. Tobias Frommhold kümmmerte sich auch in diesem Jahr wieder mit Routine, guter Laune und Leichtigkeit um die Organisation.

Angekommen in Ladis, fanden wir perfekte Schneebedingungen vor. Einzig das Wetter hatte in den ersten Tagen noch Potential. Eines der vielen Highlights war die abendliche Open-Air Show im Skigebiet unter dem Titel „Power of Colors“, die vollkommen angemessen (hatte ToFro da seine Hände im Spiel?) mit einer beeindruckenden Nacht-Modellflug Nummer begann und in einem fulminanten Feuerwerk endete.

Neben solchen etablierten Klassikern des Skifliegens standen aber auch Neuerungen in diesem Jahr auf dem Programm: Zu Abfahrtsskiern und Snowboard gesellten sich dieses mal auch erstmalig zwei Langlaufskier ins Gepäck der Gruppe. Zwei Teilnehmer opferten sich ferner für intensive Tests von Zipflracern, einem zeitgemäßen Kunststoffschlitten, beim Nachtrodeln.

Am heutigen Donnerstag, freuen wir uns auf zwei sonnige, aber sicher auch wehmütige Skitage zum Abschluss dieses tollen, spartenübergreifenden Erlebnisses und freuen uns auf die Fortsetzung 2017!

Jens Tings

Augen auf beim Modellkauf

Ob Modellflugzeuge, Quadrocopter, Autos oder Schiffe – motorisierte Spielzeuge sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Generell gilt bei dem Bastel-Hobby: beim Modellkauf genau hinschauen

Nikolaus auf EDFN

Wie in jedem Jahr kam der Nikolaus auch 2015 auf unseren Flugplatz, um die Kinder des Schönstädter Kindergartens zu beschenken. Nach ihrer Ankunft stärkten sich die Kleinen erst einmal mit Plätzchen und Kakao im Flugplatz-Restaurant. Danach gab es dann die Geschenke vom Nikolaus. Dabei hatten unsere jungen Gäste Glück im Unglück: Der Flieger des Nikolaus war auf der falschen Seite des Flugplatzes gelandet. Freundliche Helfer vom Golfplatz brachten ihn und seine wertvolle Fracht jedoch ans Ziel. So kam er, wenn auch mit einigen Minuten Verspätung, fast pünktlich zur Bescherung.

Ausflug nach Hamburg

Am Donnerstag, 26.11. hatte Reinhard schon früh den Clubbus vom Sporttreff abgeholt. 

Bei ruhigem Verkehr und gut gelaunter Bande (6 Jungs und eine Sophie) sind wir nach einigen Zwischenstopps bei Sonnenuntergang über den Elbbrücken in Hamburg eingetroffen. 

Unser IBIS Hotel wurde erstmal gestürmt und anschließend sind wir alle zum Airport gelaufen, um mit David (unserem Hoffotografen) schöne Flieger zu fotografieren und uns mit Burgern vollzustopfen. Nach zwei Bierchen sind wir nicht allzu spät in unsere Betten gefallen. Am nächsten Morgen stand die Werksführung bei Airbus an. Jetzt galt es, die S- und U-Bahnen zu erwischen, die jeder meinte, auf seinem Smartphone herausgefunden zu haben. Dort stimmte jedoch nichts und so waren wir an den Landungsbrücken schon viel zu spät auf der Fähre nach Finkenwerder. Es bot sich in der über dem Hafen aufgehenden Sonne eine tolle Überfahrt. Zum Glück war Sophie schon vorgefahren, um die Werksführung bei Airbus von unserer verspäteten Ankunft zu informieren. Als wir schließlich leicht verspätet bei Airbus angekommen waren, ging es gleich rein ins Werk. Unser Werksführer Herr Nahel führte uns mit großer Gelassenheit durch die heiligen Hallen. Die Fließbänder der 319-321 Rümpfe waren das erste Ziel. Zum Schluss kamen wir dann auch in die neuen 380er Hallen, die ja erst in den letzten Jahren auf aufgeschüttetem Land errichtet worden waren. Wir waren alle sehr angetan von dem gigantischen Werk. Zuletzt hat Reinhard die Visitenkarte mit dem Werksführer, der auch Prüfer war, ausgetauscht und mit „Rudolf“ einen Besichtigungstermin in unseren Hallen ausgemacht. Zufällig wohnt seine Tochter in Großseelheim und er kommt nun bald bei uns vorbei. 

Den restlichen Tag haben wir bei bestem Wetter und Fish und Chips an den Landungsbrücken verbracht. Auch den Hamburger Michel haben wir erklommen und haben Hamburg von oben bestaunt. Den Abend ließen wir in St. Pauli ausklingen, natürlich nur auf dem Weihnachtsmarkt!! 

Samstag haben wir uns geteilt, einige besuchten das Miniaturwunderland in der Speicherstadt und am Abend trafen wir uns an den Alsterarkaden zu einem schönen Abendessen mit Blick auf die weihnachtlich geschmückten Alsteranlagen. Ein toller Abschluss in dieser im Weihnachtskleid verzauberten Großstadt! Noch einmal zum Rathaus und einen Glühwein und dann ab ins Hotel.

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen in der Hotel-Lobby ging's durch das stürmische und verregnete Hamburg hinaus in Richtung Heimat. Sophie konnte sich nicht von Hamburg trennen und so waren es nur noch 6 Herren. Nach glatten 4,5 Stunden waren wir am Nachmittag wieder in Cölbe.

Ein sehr toller Clubausflug ging mit vielen schönen Eindrücken zu Ende. Hamburg lohnt immer, nicht nur das Airbuswerk, sondern auch die Stadt, die Leute das ganze Norddeutsche…. einfach toll! 

In guten Händen gelandet

Zum Jahreswechsel 2014/2015 stand es fest: Der Flugzeugpark des Kurhessischen Vereins für Luftfahrt sollte an die aktuellen Bedürfnisse seiner Mitglieder angepasst werden. Zu den Veränderungen würde auch der Verkauf unserer Liberty XL2 gehören, eines modern ausgestatteten, zweisitzigen Tiefdeckers. Mit Anzeigen in verschiedenen Medien, die viele nette Kontakte nach sich zogen, machte ich mich im Auftrag des Vorstands auf die Suche nach einem geeigneten neuen Zuhause für unseren Flieger.

Besonders positiv fiel von Anfang an eine portugiesische Flugschule auf, die ein IFR-Schulflugzeug für ihre ATPL-Ausbildung suchte. Ein kleines Problem gab es jedoch: So schön die Liberty auch war, eine IFR-Zulassung besaß sie nicht. Die notwendige Umrüstung stellte einige Werften vor Schwierigkeiten. Die Lösung fand ich in Avionics Service East, die uns ein attraktives Angebot vorlegten. Nun galt es, die Details des Verkaufs zu besprechen.

Im Juni hatten wir das Vergnügen, Herr und Frau Mendonça, die Inhaber des „Instituto de Formação Aeronautica“, kurz IFA, an unserem Flugplatz empfangen zu können. Dort stellte unser Fluglehrer Wilhelm Bräutigam die Maschine in der ihm eigenen herzlichen und offenen Art bei einem Probeflug zur Zufriedenheit unserer Gäste vor. Das folgende Abendessen, bei dem ich den KVfL gemeinsam mit unserem Präsidenten Albrecht Teich nebst Partnerin vertrat, fand in sehr angenehmer Atmosphäre statt, verlief auch in geschäftlicher Hinsicht durchweg positiv und endete mit einem gemeinsamen Fahrplan für das weitere Vorgehen.

Dieser Fahrplan wurde eingehalten und gipfelte, nach der zügigen IFR-Umrüstung und -Zertifizierung, in der Überführung der Liberty nach Lissabon. Am ersten Tag flog ich gemeinsam mit Paulo Querido, dem sympathischen IFA-Chefpiloten, von Avionics Service East in Schönhagen bei Berlin über Würzburg nach Bremgarten bei Freiburg. Von dort aus führte uns der Flug am nächsten Tag weiter über Béziers in Frankreich, das Mittelmeer, die Pyrenäen und Sabadell bei Barcelona nach Valladolid in Spanien. Am letzten Tag erreichte die Liberty ihre neue Heimat: Cascais in Portugal.

Dieses Projekt erfolgreich durchzuführen erforderte reichlich Engagement. Wir haben dabei viel gelernt und nicht zuletzt eine Menge Spaß gehabt. Ich möchte mich im Namen des KVfL bei IFA, insbesondere Herr und Frau Mendonça, für die gute und herzliche Zusammenarbeit, sowie bei allen Beteiligten für ihren Einsatz bedanken. Wir freuen uns nun auf die nächste Aufgabe: Auswahl und Kauf eines neuen Flugzeugs.

Matthias Graefenhan

2.Oktober, der Superprüfungstag

Heute, bei strahlendem Sonnenschein, Sichten von bald 100 km und dem lauen Ostlüftchen haben unsere „Drei“ die praktische Prüfung bestanden. Am Morgen noch nervös und voller Zweifel, lies die Unsicherheit mehr und mehr nach und der Prüfer Werner Höhn hatte seine Freude an den Flügen, die weit hinein in den Ebsdorfer Grund führten und mit der obligatorischen Ziellandeübung über unserem Flugplatz abschlossen. Am Gang der Prüflinge nach dem Flug konnte man schön die Entspannung und Erleichterung von der Terrasse aus beobachten. Während die ersten Sektgläser klingelten hat Daniel Bösser seine ersten Alleinrunden in den blauen Himmel gezogen. Nach drei perfekten Landungen haben auch noch einige Gastpiloten es sich nicht nehmen lassen, auf den Freiflieger mit Ritterschlag (Klapps auf den Po) und unsere Fliegergruppe Daniel in den Pilotenkreis auf zu nehmen. Ein sehr schöner und erfolgreicher Tag mit vier Prüfungen ging so zu Ende.

Im Bild v.rechts - Lars ,Harald, Torsten und Daniel „Allzeit gute und sichere Flüge“.   

KVfL goes Jugendvergleichsfliegen!

Am 5. und 6. September fand der Vorentscheid vom hessischen Jugendvergleichsfliegen auf dem Segelfluggelände in Pohlheim bei Gießen statt.

Dabei müssen 3 Wertungsflüge mit verschiedenen Aufgaben geflogen werden die von Punktrichtern bewertet werden. Des Weiteren muss bei der anschließenden Landung ein Ziellandefeld getroffen werden.

Der KVfL wurde von Niklas, Mika, Justin, Darian und Andreas vertreten. Justin (Platz 6) und Andreas (Platz 4) waren die besten Marburger und dürfen sich freuen, denn die ersten sechs Plätze werden mit einer Qualifikation für den Landesentscheid belohnt.

Dieser fand am 12. und 13. September in Hessisch Lichtenau statt.

Trotz einer frühen Anreise ging die gute Laune beim Team nicht verloren. Die Aufgaben waren die selben wie eine Woche zuvor beim Vorentscheid in Pohlheim.

Beide meisterten die Durchgänge mit Bravour und am Ende landete Justin auf dem 19. Platz und Andreas auf dem 16. Platz.

Platz 1 ging an Johannes Kaufmann aus Gedern und Platz 2 und 3 and Merlin Miller und Lukas Herold aus Seligenstadt-Zellhausen, die sich somit für den Bundesentscheid auf dem Klippeneck qualifizierten.

Wir sind stolz auf Justin und Andreas für diese Leistungen und freuen uns, dass der KVfL auch auf Hessischer Ebene gut vertreten ist!